Beratungsprozess

Vorgehensweise bei einer Beratungsanfrage

Für eine Beratungsanfrage, die sich auf das individuelle Förderbedürfnis eines einzelnen Schülers/einer einzelnen Schülerin bezieht, müssen folgende Unterlagen postalisch an das FBZ Trier geschickt werden:

  • Beratungsantrag
  • Vorlage eines Förderplans, bezogen auf das vorrangige Problem: Was ist das Problem? Was wurde diesbezüglich unternommen? Mit welchem Ergebnis?
  • Unterlagen zu bereits erfolgter Diagnostik und Therapie

Wenn sich die Fragestellung weniger auf ein einzelnes Kind, sondern auf die gesamtunterrichtliche Situation und die Berücksichtigung heterogener Lerngruppen bezieht, dann entfällt die Notwendigkeit, dass ein Förderplan eingereicht werden müssen. Wählen Sie in diesem Fall den Beratungsantrag „Klasse/Gruppe“ aus und füllen Sie alle nötigen Felder aus. Schicken Sie diesen Antrag dann postalisch an das FBZ Trier.

Sobald das Förder- und Beratungszentrum Trier den vollständigen schriftlichen Beratungsantrag von der Regelschule erhalten hat, nimmt eine Beraterin/ein Berater Kontakt mit der Schule auf und spricht das weitere Vorgehen ab.

Ablauf eines Beratungsprozesses

Zu Beginn des Beratungsprozesses wird gemeinsam mit dem Antragsteller die vorliegende Beratungsanfrage spezifiziert und strukturiert. Im ersten Gespräch wird erarbeitet:

  • Welche Problemstellungen stehen im Vordergrund?
  • Wie lauten die einzelnen daraus resultierenden Fragestellungen?
  • Welche Anliegen sind zu klären?

Im weiteren Prozess verfolgt die Beratung im Sinne eines systemischen Ansatzes das Ziel, mit dem Antragsteller zusammen konstruktiv die aufgeworfenen Fragen zu bearbeiten und mögliche Lösungen zu entwickeln. Wichtig sind während des gesamten Prozesses sowohl diagnostische Verfahren als auch die Suche nach möglichen Ressourcen und Kompetenzen bei allen Beteiligten.

Beratungsprozess

  • Klärung des Beratungsauftrages durch Gespräche mit der Klassenleitung, evtl. auch weiteren Beteiligten
  • Planung und Durchführung der notwendigen diagnostischen Verfahren (siehe unten)
  • Einbeziehung weiterer externer Beratungsstellen
  • Beratung des Antragstellers, evtl. auch weiterer Beteiligter im schulischen System

Zusätzlich bei schülerbezogenen Anfragen:

  • Gespräche mit Eltern/Erziehungsberechtigten
  • Empfehlungen für die Fortschreibung des Förderplans
  • „Runder Tisch“

Diagnoseprozess

  • Kind-Umfeld-Analyse
  • Analyse der Lernumfeld-Bedingungen
  • Ist – Stand: Beschreibung durch Unterlagen der Schule
  • Hospitation im Unterricht, der – so weit möglich – Bezug zum oben genannten Problem hat
  • Lernstandanalyse, ggf. mit Einsatz informeller und/oder standardisierter Testverfahren
  • ggf. Abklärung des Problems durch andere Institutionen
  • Auswertung der erhobenen Daten
  • Ressourcenanalyse

Dokumentation

Die Beraterin/der Berater erstellt eine Dokumentation über den Beratungseinsatzes für das Förder- und Beratungszentrum und die anfragende Schule (Schülerakte).

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